Häufige Fragen und Antworten

Warum gibt es überhaupt so etwas wie Physiotherapie, Osteopathie und Chiropraktik für Tiere?

Da die Anforderungen an das Tier, seitens des Menschen immer größer wird, kommt natürlich auch mehr Belastung auf den Körper. Das bedeutet wiederum mehr Belastung auf Muskeln, Knochen, Sehnen, Bänder etc. Diese werden teilweise massiv beansprucht und der daraus resultierende Stress auf die Strukturen, haben Verletzungen zur Folge. Hier enstand die Physiotherapie. Mit ihr kann durch gezieltes Training und Vorbereitung bei Sport- und Wettkämpfen Vorsorge betrieben werden. Aber auch bei Verletzungen wie bsp. Bänderrissen und Knochenbrüchen hilft man durch eine Therapie, dass volle Bewegungsausmaß des Körpers bestmöglich wieder herzustellen.

Wie schnell bekommt man einen Termin?

Das kommt ganz auf die Situation ihres Tieres an. Bei Standartphysioterminen ist eine Wartezeit von 1-3 Wochen zu rechnen. Ich bin stets bemüht einen nahtlosen Übergang von Op zur Reha zu halten. Ist es ein Notfall gehört erstmal abgeklärt, ob nicht erst ein Tierarzt/ Tierklinik aufgesucht werden sollte. Anschließend komme ich gerne auch bei Ihnen abends oder frühmorgens vorbei. Allerdings berechne ich Ihnen eine Notfallpauschale, also alles was ausserhalb von 9-19 Uhr stattfindet. Darüber informiere ich Sie aber bereits am Telefon.

 

Sind Sie mobil unterwegs oder gibt es auch eine Praxis?

Aktuell (Jan.2019) arbeite ich mobil und komme gerne mit meinem Bus bei Ihnen vorbei. Da wir zuhause gerade am renovieren sind, gibt es ab Sommer 2019 auch die Möglichkeit zu mir in die zukünftige Praxis zukommen. Diese ist dann für Kleintiere. Allerdings dürfen Großtiere aus unmittelbarer Umgebung auch gerne zu uns in den Hof kommen. Dort wird es ein paar Besonderheiten geben. Mehr dazu im Sommer 2019.

 

Wie oft muss behandelt werden?

So pauschal kann man das leider nicht sagen. Es gibt immer auf die Diagnose an. Einfache Gelenksblockaden können je nach Trainingszustand bei einem Termin behoben werden. Sollte das Tier aber massive Verspannungen und andere Probleme aufweisen, meist nach 2-3 Sitzungen. Bei dauerhaften Diagnosen, bsp. Arthrose, Kissings Spines oder auch anderen degenerativen Prozesse, wäre es ratsam, dass Tier dauerhaft behandeln zu lassen.

 

Wann muss behandelt werden?

Rittigkeitsprobleme (bsp. falscher Galoppwechsel, buckeln, steigen, kaum Biegung vorhanden), Stolpern, Probleme im Gangbild, Taktfehler, Muskelabrisse oder Verspannungen durch Blockaden, vermutete Blockaden, Headshaking, ataxieartige Störung, Gleichgewichtsprobleme, Unsicherheit beim laufen, nach Operationen, ungeklärte Lahmheiten, regelmäßig vor Wettkämpfen und Turnieren zur Vorbeugung, generell halbjährliche Check ups, degenerative Erkrankungen bsp. Arthrose, Kissing spines, Spat, Gliedmaßenfehlstellungen, Überweisungen vom Tierarzt aber auch nach Zahnbehandlungen, vor Hufbearbeiter/schmied, Sattler. Osteopathisch gesehen auch Verdauungsprobleme, Sattelzwang, Gleichgewichtsstörungen, Stoffwechselstörungen, Kotwasser, Probleme bei der Zucht, Inkontinenz, nicht erklärbare Lahmheiten, austherapierte Lahmheiten, Headshaking, Kopfscheue und noch vieles mehr

Wie lange dauert eine Behandlung?

Die Erstbehandlung von Tieren dauert meist 1 1/2 -2 Stunden. Die Nachbehandlung kann von 15 Minuten bis zu einer Stunde dauern. Manchmal dauert eine Nachbehandlung auch 2 Stunden. Es kommt ganz auf die Diagnose und der Gesundheitszustand ihres Tieres an.

 

Was kostet eine Therapie?

Pferd in der Erstbehandlung (60-120 Minuten) von 70€ bis maximal 120€. In der Folgebehandlung (60 Minuten) innerhalb von 7 Wochen 70€. Hund in der Erstbehandlung (60-90 Minuten) von 50€ bis maximal 80€. In der Folgebehandlung (45-60 Minuten) innerhalb von

7 Wochen 50€. Alles weitere kann gerne unter "Leistungen" eingesehen werden.

 

Warum Physio-, Osteopathie und Chiropraktik?

So unterschiedlich die Menschen sind, so sind es auch die Tiere und ihre Probleme. Heutzutage wird sehr viel von den Tieren abverlangt. Ich möchte viele Möglichkeiten haben, um den Heilungsprozess der Tiere zu unterstützen. Das bedeutet nicht, dass alle 3 Varianten jedesmal gebraucht werden und auch zum Einsatz kommen. Man muss jedesmal aufs neue abwägen, welche Therapie und Behandlungsweise den Körper am besten unter die Arme greift.

 

Behandeln Sie Tiere vom Gnadenhof und Tierheimen?

Eindeutig ja. Den finanziellen Aspekt kläre ich immer vor Ort mit den Besitzern und Betreibern. Meistens haben solche Tiere keine Menschen, die für sie Sorgen können. Zumindest nicht für den Kostenfaktor für Tierarzt und andere Therapeuten. Daher gibt es hier einen großen Nachlass von mir. In Härte- oder Notfällen auch das Spritgeld. Es ist wichtiger den Tieren zu helfen.

 

Wie wird es mit Langzeitpatienten geregelt?

Je nach Diagnose und Befund brauchen Patienten auch eine Langzeittherapie oder auch lebenslange physiotherapeutische Betreuung. In solchen Fällen biete ich Pakete und Sonderpreise an.

Wie sind die Erfolgsaussichten?

Bei einer einfachen Verletzung wie eine Stauchung oder Zerrung kann man durchaus 1-2 Wochen mit 2-4 Behandlungen sagen. Danach ist das schlimmste vorbei. Allerdings ist es meistens ein wenig komplizierter und es kommt auf die schwere der Verletzung/ Erkrankung bzw. die Funktionsstörung an. Ist eine komplette Heilung in Aussicht oder ist es eine chronische Erkrankung?

 

Was machen Sie eigentlich genau?

In erster Linie behandle ich den Körper mit manuellen Techniken (mit den Händen). Ich mobilisiere, adjustiere oder massiere Gelenke, Muskeln und Körperteile. In erster Linie helfe ich dem Tier bei Funktionsstörungen wie Zerrungen, Prellungen, Blockaden der Gelenke, Muskelproblemen, Nervenproblematiken, Sehnen- und Bandverletzungen, Bursitis (Schleimbeutelentzündungen) u.v.m. wieder in eine Harmonie zu kommen. Den Körper bestmöglist zu unterstützen und wieder seine persöhnliche Bestzustand herzustellen. 

 

Sollte mit Tierarzt und anderen Therapeuten zusammengearbeitet werden?

Auf jedenfall. Manche Erkrankungen kann ein Therapeut nicht alleine behandeln. Vieles kann ich unterstützen und gut mit dem Tier zusammen beheben. Es gibt aber eine Bandbreite an Erkrankungen, die von einem Tierarzt behandelt gehören. Man sollte auch bedenken, dass auch andere Therapeuten mit ins Boot geholt werden müssen. Heilpraktiker, Hufschmied, Sattler, Tiertrainer, Verhaltenspsychologen oder auch Ernährungsberater. Oft kommen die Menschen recht spät mit ihren Problemen, daher sind diese oft mannigfaltig.

Ein kleines Beispiel: Ursprung ein schiefer Sattel, daher eine komplett verspannte Schultergürtelmuskulatur, anschließend verspannt sich der ganze Fuß. Schonhaltung über Monate und dadurch wird im Endeffekt der Huf falsch bearbeitet. Das ist eine Kausalkette von vielen, aber über Monate leider nicht selten.

 

Wie lange sollte ich mein Tier nach der Behandlung ruhen lassen?

Das kommt darauf an, was genau behandelt wurde. Ein einfacher Check up braucht keine Woche Schonzeit. Allerdings braucht eine Faszienbehandlung die zum ersten Mal statt fand, definitiv eine Woche keinen Reiter. Ruhe bedeutet auch nicht kompletter Stillstand. Ganz im Gegenteil, ist es sehr wichtig, dass die Tiere ihre Bewegung bekommen. Der Körperkreislauf braucht Bewegung um zu heilen.

Der Körper steht  bekanntlich auch nicht still. Aber auch hier muss deutlich gesagt werden, dass es von der Krankheitsgeschichte und dessen Verlauf abhängig ist.