Lasertherapie

Ich möchte meinen neuen Mitarbeiter gerne vorstellen und einen kleinen Einblick in die Lasertherapie geben.

 Eine Laserdusche „Power Twin 21+“ von der Firma MKW gehört jetzt ebenfalls zu meinem Therapiespektrum. Er gehört zur Kategorie der Low-Level-Laser (Light Amplification by Stimulated Emission), das bedeutet, er arbeitet mit niedrigerer Energie, als beispielsweise ein chirurgischer Laser der zum Schneiden von Gewebe dient. Aus diesem Grund werden die Laser auch „Softlaser“ oder auch Heillaser genannt. In diesem Sinne wird zielgerichtetes, bzw. gebündeltes Licht einer definierten Wellenlänge und mit verschiedenen Frequenzen dazu genutzt positive physiologische Veränderungen in Zellen und Gewebe zu erzielen. Der Körper soll also in seiner Heilung unterstützend angeregt werden zu helfen. Oder einfach: Laserlicht stimuliert physiologische Prozesse auf Zellebene. Die Effektivität eines Lasers ist medizinisch wissenschaftlich hinterlegt.

 

Es wurde bereits in der Antike mit Licht behandelt, da damals schon erkannt wurde, wie essentiell Licht für den Körper ist. Der Körper reagiert nachweislich auf die verschiedenen Farben und ihre Wellenlängen. Die Lasertherapie ist eine Lichttherapie, auf hohem medizinischem Niveau. Das therapeutische Laserlicht enthält nur die spektralen Anteile des Sonnenlichts, welche die Heilung fördern und unterstützen. Außerdem kommt es zu einer erhöhten ATP Synthese, also vermehrte verfügbare Zellenergie. Das Laserlicht regt den Zellstoffwechsel sehr schnell und effizient an, dass bedeutet die Mitrochondrien werden angeregt. Dadurch kann die Zelle ihre Arbeit viel zielgerichteter ausführen. Mitrochondrien sind das Energiezentrum der Zelle, die dafür verantwortlich sind, die ankommende Energie umzuwandlen.

 

Da es sich bei dem oben genannten Laser, um einen „Low Level Flächenlaser“ handelt, eignet er sich hervorragend zur Wundheilung. Er fördert den Aufbau von Nervenzellen und erhöht die Schmerzreizschwelle. Dadurch wird auch die Schmerzwahrnehmung, wie auch neuropathische Schmerzen (Schmerzen durch eine Läsion oder Dysfunktion eines Nervs) positiv beeinflusst. Die Therapie unterstützt die Gewebedurchblutung und das Lymphsystem, welche meist bei Entzündungen, vegetativen Störungen, Verschleißprozessen und Verletzungen beeinträchtigt sind. Bei der Geweberegeneration eignet sich der Laser sehr gut, da er die Mitoserate und die Kollagensynthese steigert und dadurch beispielsweise Fibroblasten, Chondrozythen und Osteozythen aktiviert. Die Lasertherapie unterstützt zusätzlich den autonomen Abbau von Entzündungen durch dauerhaft anhaltenden Abtransport von abgestorbenen (nekrotisch) und erkrankten (pathogener) Zellen. Das hat zur Folge, dass ein schnellerer Abbau von Ödemen und Schwellungen gegeben ist. Sie eignet sich auch hervorragend bei akuten und chronischen Schmerzen, da sie einen schmerzstillenden und heilungsfördernden Effekt auf den Körper hat.

 

Die Indikationen für eine Laserbehandlung:

Wundheilungsstörungen, Narbenentstörung, Entzündungshemmung, Schmerztherapie, Frakturen, degenerative Erkrankungen, Kissing Spines, Spat, Sehnen-Bänderverletzungen, Myogelosen, Zerrungen, Prellungen, Muskelfaserrisse, Stauchungen, Hufrehe, Hufrollenerkrankung, neurologische Störungen, Hämatome, postoperative Wunden, chronische Wunden, Ekzeme, Ansammlung von Blut-und Lymphe, Hot Spots, Regeneration, Entspannung, aber auch Angstzustände, sowie psychische Probleme.

 

Allerdings hat Laserlicht auch einige Kontraindikationen und ist nicht komplett bedenkenlos einsetzbar. Es gibt Krankheiten, die von Laserlicht profitieren und es gibt Erkrankungen, die besser nicht mit Laserlicht behandelt werden dürfen, u. a. Tumorerkrankungen, Photosensibilität, Lichtdermatosen, Fieber, Trächtigkeit ab dem 6. Monat, akute fieberhafter Infekte, chronische Hauterkrankungen im akuten Schub, unbehandelte Epilepsien, Bestrahlung ins Auge, Thrombose, Thrombophlebitis (akute Thrombose und Entzündung von oberflächlichen Venen) bei Embolienneigung, Hautschäden durch UV-Licht (bei unpigmentierten Tieren, bsp. Schimmeln), Einschuss im Unterhautgewebe, Herzrhythmusstörungen.

 

Die Behandlung ist für das Tier völlig schmerzfrei und dauert zwischen 10-30 Minuten. Sie ist abhängig vom Befund und vom Habitus des Patienten. In der Regel benötigt man 3-6 Termine. Bei chronischen Patienten kann es zur dauerhaften Schmerztherapie genutzt werden.

 

Ich hoffe, ich konnte ein wenig Licht ins Dunkle bringen.

Viele Grüße

 

Ihre Magda Schorn